Rezension - Die Farbe von Milch
"Mein Name ist Mary. M.A.R.Y und mein Haar hat die Farbe von Milch."
A L L G E M E I N E S
Autorin: Nell Leyshon
Verlag: Eisele
Seitenzahl: 208
Preis: 18,00€
ISBN 978-3-96161-000-6
Dieses Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
I N H A L T
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten - einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.
M E I N E M E I N U N G
Zum ersten Mal habe ich von diesem Buch gehört, als meine Deutschlehrerin es im Unterricht beiläufig erwähnt hat. Der Titel hat sich irgendwie in meinem Kopf festgesetzt und als ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe, stand für mich fest: Ich muss dieses Buch lesen!
Dass mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, freut mich natürlich besonders, beeinträchtigt aber wie gesagt in keinster Weise meine eigene Meinung!
Was das Cover angeht, ist es nicht unheimlich schön? Meiner Meinung nach passt es perfekt zur Geschichte.
Und was den Titel betrifft, besser hätte ihn Nell Leyshon nicht wählen können.
Die Leseprobe hatte ich bereits im Vorraus gelesen, weshalb ich mich an den eher ungewöhnlichen Erzählstil schon gewöhnen konnte. Letztendlich fiel mir dies aber nicht schwer, da man trotz fehlender Kommata, Zeichensetzung in den Redewendungen und manch merkwürdigem Satzbau alles problemlos verstehen konnte. Die Geschichte ist in einfacher Sprache verfasst worden.
Der besondere Schreibstil ist meiner Meinung nach aber auch berechtigt, da die Geschichte selbst von der fünfzehnjährigen Protagonistin Mary niedergeschrieben wurde, die als junges Bauernmädchen früher weder das Schreiben noch Lesen beherrschte und dies erst vor kurzer Zeit, während dem Aufenthalt in dem Pfarrhaus, gelernt hat.
Mary ist ein unglaublich besonderer Charakter. Mit ihrer klugen Art, konnte sie mich schon von Anfang an begeistern. Obwohl sie seit ihrer Geburt eine Behinderung am Bein hat und deshalb nicht so schnell arbeiten kann wie ihre Geschwister, ist sie ein unheimlich selbstbewusstes Mädchen, das sich nicht so schnell von anderen unterkriegen lässt!
Ab dem Tag, an dem die Ehefrau des Pfarrers stirbt, ändert sich die Geschichte komplett. Mit dieser wirklich derart schockierenden Wendung habe ich überhaupt nicht gerechnet und musste mir dessen erst einmal bewusst werden. Wieso sind manche Menschen zu so etwas fähig? Darauf möchte ich aber nicht noch näher eingehen, da ihr euch selbst ein Bild von dem Ende machen sollt.
Als ich das Buch beendet habe, saß ich ein paar Minuten nur da und habe darüber nachgedacht.
Die Thematik der Wendung sollte man sich immer wieder in den Kopf rufen, vor allem als Frau oder ich als Mädchen im Teenageralter.
F A Z I T
Dieses Buch hat mich unheimlich berührt. Ich weiß nicht was genau, wahrscheinlich dass es zwischendurch schon fast beklemmend war es zu lesen oder dass man in jeder, wirklich jeder Situation mit Mary mitgefühlt hat! Dieses Buch MUSS einfach jeder mal gelesen haben.

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